Was ist, wenn mein Partner oder meine Partnerin nicht mitkommen will?
Es kommt häufig vor, dass eine Person bereit für Paartherapie ist, während der Partner oder die Partnerin zögert. Das bedeutet selten, dass die Beziehung weniger wichtig ist, sondern hat oft ganz verständliche Hintergründe. Manche Menschen befürchten Schuldzuweisungen, andere machen sich Sorgen, emotional überfordert zu werden. Oft herrscht Unklarheit darüber, was in einer Therapie eigentlich passiert, oder der Wunsch, Probleme „allein“ lösen zu müssen. Auch Scham oder das Gefühl, sich einer fremden Person öffnen zu müssen, kann eine Rolle spielen.
Wenn Ihr Partner oder Ihre Partnerin nicht teilnehmen möchte, kann es helfen, offen über Ihre persönlichen Beweggründe zu sprechen und zu erklären, warum Ihnen ein gemeinsamer Termin wichtig wäre. Häufig ist es auch entlastend, ein unverbindliches Erstgespräch vorzuschlagen, bei dem beide die Möglichkeit haben, mich kennenzulernen und Fragen zu stellen. Sollte Ihr Partner oder Ihre Partnerin dennoch nicht mitkommen wollen, können Sie zunächst auch alleine beginnen. Ein Einzeltermin kann Ihnen helfen, Klarheit zu gewinnen, neue Perspektiven zu entwickeln und konstruktiver mit den Herausforderungen Ihrer Beziehung umzugehen.
